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Samstag, September 08, 2012
S wie Schöllkraut.......
Gehört zu der Familie der Mohngewächse und enthält wie auch der Schlafmohn Alkaloide. Bei einer Überdosis treten Schmerzen und Brennen im gesamten Verdauungstrakt auf, hinzu kommen starke blutige Durchfälle mit schmerzhaften Koliken auf. ...... Sicher werdet ihr Euch fragen warum stellt sie uns diese giftige Pflanze vor da pflege ich ganz das Motto von Paracelsus: Das giftige Kraut erweist sich wissend angewandt als wertvolle Heilpflanze. Samuel Hahnemann, Begründer der Homäopathie, nahm es in seinem Arzneimittelschatz auf, Hufeland und sein Schüler Rademacher behandelten Leber-Galle- und Milzerkrankungen mit Schöllkraut. Bekanntester Patient war Albrecht Dürer, der an Malaria litt.
Wenn man das Schöllkraut bricht tritt ein gelblicher Saft aus der sich in verbindung mit Sauerstoff zu einem dunklen Orange verfärbt. Dieses färbte damals Wolle und Stoff, aber auch Leder hat man mit Schöllkraut gefärbt.
Meine große Tochter hatte Warzen an Ihren Fingern, wir haben sie vereist mit einem Mittel aus der Apotheke, außer Spesen nischt gewesen, dann nahm ich Schöllkraut, brach es und strich es über die Warzen, dieses wiederholte ich 2xtäglich 1Woche lang, tatsächlich sind die Warzen bis heute verschwunden.
Im Volksmund wird das Schöllkraut auch Warzenkraut genannt. Seitdem schwöre ich bei Warzenbefall auf Schöllkraut. Die Haut muß nach dem Einwirken gründlich gereinigt werden!
Man setzt es bei Lebererkrankungen und Gallebeschwerden ein.
Man findet das Schöllkraut auf sehr kargen Böden, meist in der Nähe von alten Schuppen.
Ich werde hier kein Rezept vorstellen, weil es in zu hohen Dosen und unsachgemäßer Anwendung zum Tode führen kann.
sonnige Grüße
Betty Piel
Freitag, September 07, 2012
E wie Engelwurz...
Dort wurde sie als Kulturpflanze gezogen, es gab in dieser Zeit regelrechte Angelicagärten. In Island hatte diese, von Sagen und Mythen umwitterte Pflanze, sogar Ihr eigenes Gesetz, wenn ein Eingelwurz sich selber aussäte, in einem fremden Garten, durfte sie dort nicht ausgegraben werden. In dieser Zeit war sie eine der wichtigsten Handelsartikel.
Mannshoch und edel, liebt die Feuchtigkeit, man findet sie an Uferböschungen auf feuchten Wiesen. Anfänger im Kräutersuchen sollten aufpassen, denn nicht jede Pflanze die eine Doldenblüte hat ist eine Angelica.
Sie wirkt Nervenstärkend, hat eine antiseptische und abwehrsteigernde Kraft, damals erfolgreich eingesetzt gegen die Pest. Sie reinigt den Körper von Giftstoffen und stärkt ihn. Stärkt die Bronchien und Lungen, sehr zu empfehlen bei starken Rauchern die aufhören um ihren Körper innerlich zu reinigen.
Engelwurzsalbe
Diese hilft bei Nasennebenhöhlenentzündungen, löst den Schleim und durchwärmt. Zweimal täglich den Bereich der Nebenhöhle, Stirn, Nasenwurzel, Nase, Wangen mit der Salbe eincremen.
Hilft auch bei Rheuma, Muskelverspannungen, Lähmungen und Neuralgien.
Man nehme :
35g Wollfett
3 El Johanniskrautöl
2g Bienenwachs ungebleicht
15 Tropfen äthrisches Angelicaöl
5 Tropfen ätherisches Majoranöl
1 Tropfen ätherisches Thymianöl, weiß
alles ist in der Apotheke erhältlich.
Wollfett im Wasserbad schmelzen, Johanniskrautöl dazugeben. Bienenwachs schmelzen und ebenfalls unter ständigem rühren dazugeben. Zum Schluß die äthrischen Öle zugeben. Rühren, bis die Salbe fast erkaltet ist, und in kleine Salbentöpfe füllen. Gut verschlossen aufbewahren.
Vorsicht Sonnenanbeter: diese Salbe enthält Johanniskraut und Angelicaöl, es macht die Haut empfindlich, man sollte sich nicht der direkten Sonne, zum bräunen, aussetzen.
Quelle: medizin der erde ,Susanne Fischer-Rizzi .
viel Spaß beim rühren
Betty Piel
Sonntag, Juli 29, 2012
B wie Beifuß!!!
``Mutter aller Pflanzen`` gehört zur Familie der Korbblütler - Artemisia vulgaris L. und ist ein naher Verwandter des Wermuts.
Beifuß begegnet uns tagtäglich. Es begleitet uns während eines Spaziergangs und auch während einer Autofahrt. Aber kaum einer weiß ihn zu schätzen. Man nennt ihn auch einheimischer Lavendel, unscheinbar kommt er daher schon fast bescheiden ist aber eins der wichtigsten Frauenkräuter.
Nimmt man seine kugeligen Blüten und zerreibt man sie zwischen seinen Fingern entsteht ein feiner lavendelartiger Duft. Ansonsten ist der Beifuß grau und kann bis zu 150cm hoch werden, er ist überall am Wegesrand zu finden.
Hebammen haben dieses Kraut stehts dabei gehabt, je nach Dosierung als Tee oder als Sitzbad eingesetzt regte man die ausbleibende Mensis an, beschleunigte man die Geburt, trieb die Nachgeburt damit aus oder einen abgestorbenen Fötus. Daher nannte man ihn auch Schoßwurz.
Beifuß wurde schon von den Kelten und Germanen sehr geschätzt, für die Druiden war und ist sie eine magische Kraftpflanze. Thor, der germanische Donnergott, besaß einen Gürtel aus Beifuß, der seine Kraft verdoppelt haben soll, aber nur wenn er am Tag der Sommersonnenwende, dem stärksten Tag des Jahres, geflochten wurde.
Man fand heraus das Beifuß bei Epilepsie hilft und sie heilte.
Schamanen nutzen Beifuß zum räuchern in der fernöstlichen Medizin wird es als Moxakraut verwendet, da es Verspannungen löst. Es hat eine beruhigende Wirkung auf das Zentralnervensystem und somit entkrampfend. Wanderer die sich ein wenig mit Kräutern auskennen wissen auch heute noch den Beifuß zu schätzen da er ans Bein gebunden oder in die Schuhe gelegt, den müden Wanderer wieder fit macht.
Daher auch Beifuß, er wächst bei Fuß, man brauch sich nur zur Seite drehen und ihn abpflücken.
Beifuß-Fußbad
3l Wasser
2 handvoll Beifußkraut
kann man heiß oder kalt verwenden. Heiße Bäder helfen bei Unterleibsstörungen, Verkrampfungen, kalten Füßen, Kopfschmerzen
Kalte Fußbäder eignen sich bei müden geschwollenen Füßen.
Schlafkissen
Ein Kissen mit getrockneten Beifußblüten und -blättern füllen. Bei Einschlafschwierigkeiten und Neigung zu Krämpfen.
In kleine Beutelchen hilft es bei Motten.
Quelle: Medizin der Erde und Hexenmedizin
Donnerstag, Juli 19, 2012
A wie Arnika
Arnika trägt das wilde Wesen des Wolfes in sich, ihre Blüten sind wie gelbe Wolfsaugen, aus denen die eingefangene Bergsonne blitzt. Daher auch die Namen Wolfsgelb und Wolfsauge. Sie gehört zu der Familie der Korbblütler im Volksmund auch Bergwohlverleih.
Man hat sie vor langer Zeit zu Johanni um die Felder gesteckt um das Getreide vor den Korndämon, dem Bilwisschnitter, zu schützen.
Arnika (arnica montana) ist ein sehr heilkräftiges Kraut und durfte in den Sonnwendkräutern nie fehlen. Es wirkt antiseptisch, Entzündunghemmend und regenerierend. Es wird Äußerlich bei Quetschungen, Verstauchung, Hämathomen , Schleimbeutel-,Gelenk- und Lymphgefäßentzündungen eingesetzt.
Innerlich in geringen Dosierungen wirkt es Gefäßerweiternd und durchblutungsfördernd.
Arnika wurde im Wetterzauber benutzt. Bei Gewitter wurde damit geräuchert. (kleine Randbemerkung)
Die Kräfte der Arnika müssen wohldosiert werden, es kann bei zu starker Dosierung zu Hautentzündungen, Ekzeme und Allergien kommen.
Ich setze Arnika gerne in Massageöle ein, die gut für die Anwendung bei Kindern geeignet sind, da diese doch häufig unter blauen Flecken vom spielen , besonders an den Knien, leiden.
Rezept für ein schönes Massageöl:
eine Handvoll Arnikablüten ( kann man im Kräuterhaus Hamburg bestellen)
50 g Olivenöl kaltgepreßt
50 g Mandelöl dieses 3 Wochen stehen lassen, am besten in der Sonne, damit die Kraft der Arnika in das Öl ziehen kann,
dann ein paar Tropfen ätherisches Lavendelöl hinzugeben
Eignet sich prima zur Massage !
Quelle Medizin der Erde von Susanne Fischer Rizzi und Hexenmedizin von Storl, Rätsch und Müller-Ebeling
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